Sakramente

Die sieben Sakramente

Die Katholische Kirche kennt sieben Sakramente. Als Sakrament bezeichnet die christliche Theologie eine heilige Handlung (Ritus), die als sichtbares Zeichen an einer unsichtbaren, göttlichen Wirklichkeit teilhaben läßt. Das Sakrament der Taufe, das Sakrament der Eucharistie und das Sakrament der Firmung verstehen sich als Sakramente der Initiation, das heißt der Eingliederung in die Kirche. Darüberhinaus kennt die KatholischeKirche die Beichte, die kirchliche Eheschließung, die Krankensalbung und die Priesterweihe.

Taufe und Patenamt

taufe

Die Praxis der Taufe geht zurück auf die Weisung Jesu:
„Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Mt 28, 16 ff.)

Bei einem erwachsenen Taufbewerber / einer erwachsenen Taufbewerberin geht die Hinwendung zum Glauben und die Einführung in das christliche Leben der Taufe vorweg, bei der Kindertaufe haben die Eltern die Aufgabe, dem Kind auf seinem weiteren Lebensweg den Glauben zu vermitteln, den sie selbst empfangen haben. Dabei sollen sie von den Paten unterstützt werden, die gleichzeitig auch die Gesamtkirche repräsentieren.
Der Pate/die Patin muss die Sakramente der Taufe, Eucharistie und Firmung empfangen haben. Ein in anderen christlichen Konfession Getaufter kann als Taufzeuge/Taufzeugin zugelassen werden.

 

Das Sakrament der Versöhnung

beichte

Es gibt viele Möglichkeiten der Sündenvergebung (z.B. wenn jemand einen anderen um Verzeihung bittet, ein versöhnendes Gespräch führt; die sündenvergebende Kraft der Taufe; der Bußakt am Beginn der Meßfeier; der Bußgottesdienst), aber nur ein Sakrament der Vergebung.

In zweifacher Hinsicht unterscheidet sich die Beichte von jeder anderen Form der Sündenvergebung: einmal durch das persönliche und geheime Bekenntnis der Schuld vor dem Priester (Beichtgeheimnis); zum anderen dadurch, dass der Priester nicht um Vergebung betet, sondern in der Vollmacht Christi von der Sünde losspricht. „Ich spreche dich los von deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ So erfährt der Sünder zeichenhaft und verlässlich, dass Gott ihn wieder angenommen hat.

 

Das Sakrament der Eucharistie

kommunion

„Tut dies zu meinem Gedächtnis!“
Vor seinem Leiden und Sterben sitzt Jesus Christus mit seinen Jüngern zu Tisch und feiert mit ihnen das Letzte Abendmahl. In der Feier der Eucharistie vergegenwärtigen wir dieses Geschehen. Wir glauben daran, dass Jesus Christus uns in den Gestalten von Brot und Wein nahe ist. Dabei gedenken wir in jeder Feier seines Lebens, seines Sterbens und seiner Auferstehung und danken Gott für alles, was er uns Gutes tut. Das drückt auch das Wort Eucharistie (griech.) aus, welches übersetzt Danksagung heißt

Vorbereitung auf das Sakrament der Eucharistie

Meistens im Alter von neun Jahren (drittes Schuljahr) bereiten sich Kinder auf die Erstkommunion, den ersten Empfang des Sakramentes der Eucharistie, vor. In den Pastoralverbünden Iserlohns ist es uns ein Anliegen, dass die Vorbereitung im Kreise der Familie geschieht. Neben der gesonderten Vorbereitung der Kinder und Erwachsenen sind uns gemeinsame Angebote für die gesamte Familie wichtig. Am Ende der Vorbereitungszeit steht die Erstkommunionfeier im Kreise der Familie und der Gemeinde.

Selbstverständlich können auch Jugendliche und Erwachsene auf die Erstkommunion vorbereitet werden. Die Erstkommunion kann dann in einer gewöhnlichen Sonntagsmesse gefeiert werden.

Hauskommunion

Die Hauskommunion, auch Krankenkommunion genannt, wird nach Anmeldung und Terminabsprache kranken, alten oder gebrechlichen Gemeindemitgliedern einmal monatlich nach Hause gebracht. In einem kleinen Wortgottesdient wird die Kommunion gespendet. Durch die Hauskommunion drückt sich die Gemeinschaft mit der Gemeinde und mit Jesus Christus aus.